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WmK 2001: Wohnen mit Kunst 2001 von Kathrin Böhm und Stefan Saffer


Mit 'WmK 2001 - Wohnen mit Kunst 2001' haben Kathrin Böhm und Stefan Saffer ein künstlerisches 'Dienstleistungsprojekt' für die Messestadt entwickelt. Die beiden Künstler beschäftigen sich seit einigen Jahren mit kommunikativen Ange-boten, Situationen und Beteiligungsprojekten. Um die Kontaktaufnahme, den Aufenthalt und die Arbeit im öffentlichen Raum zu verbessern, haben sie zusammen mit dem Architekten Andreas Lang eine mobile Grundeinheit entwickelt: Unter dem Namen 'Mobile Porch' kam ihre multifunktionale Miniarchitektur im November/Dezember 1999 in London für den North Kensington Armenity Trust erstmals zum Einsatz. Für den Prototyp erhielten sie im Jahr 2000 den 'Art for Architecture Award' der Royal Society of Art in London. Auf der Grundlage von 'Mobile Porch' entwickelten die beiden Künstler speziell für die Messestadt das 'WmK-Mobil'. Dabei handelt es sich um einen großen, auf der Seite liegenden Zylinder aus Aluminium und Holz. Wenn die Seitenteile aufgeklappt sind, entsteht eine Art offener Kiosk mit Stufen bzw. Podesten, über die man ins Innere gelangt. So lässt sich das 'WmK-Mobil' für
Veranstaltungen zu einem Empfangstisch, einer Bühne, einem Ausstellungsraum oder auch zu einer Bar erweitern.

Mit dem 'WmK-Mobil' waren Kathrin Böhm und Stefan Saffer von Anfang Mai bis Ende Juni auf öffentlichen Straßen und Plätzen der Messestadt unterwegs und beschäftigten sich mit Fragen der individuellen Wohnraumgestaltung. Die Standorte im Wohngebiet, vor öffentlichen Einrichtungen und auf der Promenade wechselten wöchentlich.


Über die Präsentation und Diskussion von Kunst im öffentlichen Raum versuchten Kathrin Böhm und Stefan Saffer einen Ausgangspunkt für Gespräche, Aktionen und Interventionen im Privatraum zu schaffen. Die spezifische künstlerische Arbeit und Praxis wurde zum Forum für die direkte Auseinandersetzung mit der
konkreten Lebenssituation einzelner Messestadtbewohner oder ganzer Familien vor Ort. Dabei war es den beiden Künstlern wichtig, einen intensiven Dialog mit den Bewohnerinnen und Bewohnern zu führen. Wie wohnt man mit Kunst in der Messestadt? Welche Rolle spielt die Kunst im Privatraum für das Interesse an Kunst im öffentlichen Raum?

Ausgehend von ihrer eigenen Kunstpraxis, präsentierten Kathrin Böhm und Stefan Saffer den BewohnerInnen Vorschläge für bildnerische Interventionen im individuellen Wohnraum, die sie kostenlos installierten, und gaben Anleitungen zum do it yourself.

Ein zweiter Teil der Arbeit Kathrin Böhms und Stefan Saffers war die Konzeption und Durchführung einer Ausstellung - der 'Sammlung Messestadt Riem'. Bei Haus-besuchen wurde die Bewohnerschaft von den Künstlern zu ihrem Verständnis von Kunst im Privatraum befragt und gebeten, sich mit einem Kunstwerk aus ihrer Wohnung an der Ausstellung zu beteiligen. Ende Juni wurde die 'Sammlung Messestadt Riem' eröffnet und der Öffentlichkeit präsentiert.
Stand Sommer 2001

www.mobileporch.net